Zwei grosse Künstler*innen in Chur

Ursula Palla und Wolfgang Laib im Bündner Kunstmuseum Sie haben nichts miteinander zu tun, aber die beiden Ausstellungen verbinden sich zu einem grossen Kunstevent. Der grosse Ausstellungsraum im sous-sol des Neubaus gehört ganz Wolfgang Laib – und seinen vielen tausend kleinen Basmati-Reis-Häufchen. CROSSING THE RIVER ist eine stille und gleichzeitig sanft bewegte Unendlichkeit. Gerne stellt man sich vor, man könnte sich hineinsetzen, mitten in diese feine Reis-Landschaft und würde in einen meditativen Zustand gleiten. Tatsächlich ist der Bewegungsradius begrenzt und die Reispyramiden setzen sich auch dort fort, wo wir gar nicht hinsehen oder hingehen können. Ein deutscher Künstler der auch ein indischer Meister ist.

Und die Bündnerin Ursula Palla ist in mehreren Räumen in ihrer ganzen Vielschichtigkeit präsent. NOWHERELAND heisst ihre Ausstellung. Ihre Werke verzaubern und konfrontieren gleichzeitig. Von der atemberaubenden schwebenden Wolke aus 3000 Angelhaken über die filigranen Bronze-Gräser und die Videos von angeketteten Raubvögeln und schmelzenden Schneemännchen bis zur Möblierung eines herrschaftlichen Raumes mit Stilmöbeln aus braun-glänzendem Karamell – süsser kann Zerfall und Endlichkeit wohl nicht gezeigt werden… (Ursula Palla bis 29.5. / Wolfgang Laib bis 31.7.)