Climate Fiction

Literatur zur Klimakatastrophe im Strauhof «Kann die Literatur uns helfen, zu verstehen, zu akzeptieren, zu handeln?». Das fragt die Ausstellung im Zürcher Literaturmuseum. Und ich meine ganz sicher: JA. Es lohnt sich, Zeit zu nehmen, um zuzuhören und zu lesen, was in den letzten Jahren geschrieben wurde in Romanen und Gedichten zu einer Welt, die sich rasend verändert. Dystopien zumeist, nur der US-Autor Kim Stanley Robinson schreibt im «Ministerium für die Zukunft» darüber, wie die Menschheit die Erderwärmung erfolgreich bewältigt hat. Eine kleine Sensation ist der Roman von Charles Ferdinand Ramuz, «Présence de la mort» den er 1921 geschrieben hat, nach einem sehr heissen Sommer. Der Roman wird erst jetzt auf Deutsch übersetzt und erscheint im Frühling 2023 unter dem Titel «Sturz in die Sonne». Im Strauhof kann man schon Ausschnitte daraus hören. Ich kam ziemlich mitgenommen aus der Ausstellung, aber auch sehr angeregt und motiviert weiterzulesen, z.B. das Buch der Zürcher Physikerin Simone Weinmann «Die Erinnerung an unbekannte Städte». (Bis 8. Jan 2023)