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Die Träume nicht aufgeben!

  • Margrit Schaller
  • 15. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

CALLE MALAGA von Maryam Touzani

Ok, der Film ist etwas romantisch. Aber nicht kitschig. Es geht um die Möglichkeiten der Selbstbestimmung im Alter. Maria Angela (Carmen Maura) ist Spanierin, lebt seit Jahrzehnten in ihrer Wohnung im spanischen Viertel von Tanger und ist dort sehr verwurzelt. Sie ist Witwe, ihre Tochter Clara (Marta Etura) lebt mit den Enkeln in Madrid. Und nun kommt sie und eröffnet der Mutter, dass sie sich trennt, Geld braucht und die Wohnung verkaufen wird – was sie kann, denn diese ist bereits auf ihren Namen eingetragen. Clara überfährt die Mutter effizient: Es gibt schon einen Platz im Altersheim, die Möbel werden einem Antiquar verkauft oder geräumt, die Wohnung ausgeschrieben. Die Tochter fliegt zurück nach Madrid und Maria Angela entscheidet, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie zieht heimlich zurück in die leergeräumte Wohnung und es ist heiter und tröstlich, wie ihr das gelingt. Und die unerwartete Liebe wird sehr schön und glaubwürdig erzählt, auch die körperliche (Carmen Maura ist 81-jährig!) Das war der Regisseurin auch ein Anliegen, späte Liebe und Sexualität als normal zu zeigen. Und wie Maria Angela ihrer Schwester, einer Nonne, von ihren neuen Liebeserfahrungen erzählt, ist total köstlich! Das Filmende müssen wir uns als Zuschauer:innen selber denken, alles ist offen… Im Kino



 
 
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