Farben-Wald

VIVIAN SUTER im Kunstmuseum Luzern Man betritt den grossen Ausstellungssaal und gleichzeitig fast einen Wald voller Farben und Bilder. Grosse, bemalte Leinwände hängen dicht neben- und übereinander an den Wänden und von der Decke. Man sucht sich seinen Weg, kann sich drehen, umkehren, einen andern Weg gehen – und kommt aus dem Staunen nicht heraus. Die grossformatigen Leinwände sind sehr unterschiedlich bemalt, von wenigen leichten Pinselstrichen bis zu leuchtend farbig ausgemalten Flächen, wenig Gegenständliches, angedeutete Figuren, meist fliessende Farbbewegungen. Alle diese Bilder entstanden in Vivian Suters Atelier/Wohnhaus in Guatemala, wo sie seit Jahrzehnten lebt, im tropischen Regenwald nahe der Stadt Panajachel. Die Anzahl der Werke und die Art des Hängens gibt ein ganz neues Ausstellungsgefühl, so dicht umgeben von Kunst ist man selten! Es sind auch einige ihrer früheren Werke zu sehen, dick mit intensiven Farben bemalte, vieleckige Bilder auf Papier, die «Unförmigen». Und in einem andern Raum die Collagen ihrer Mutter, der Künstlerin Elisabeth Wild, die lange Jahre mit ihrer Tochter in Guatemala gelebt hat. Sehr schön auch der Film über die beiden Frauen und ihr Haus inmitten der dichten, üppigen Vegetation, zusammen mit einigen indigenen Helfer:innen und ihren drei Hunden. (Bis 13.02.2022)