Grenzenlos
- Margrit Schaller
- vor 6 Tagen
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Susan Hefuna im Bündner Kunstmuseum Chur Ja, ihre Biografie springt über viele Grenzen und ihre Kunst auch. Susan Hefuna (1962) wuchs in Ägypten und Deutschland auf, lebte in New York, Kairo – und seit 2023 auch in Chur! Dort stiess sie auf die prunkvolle Villa des Baumwollfabrikanten Ambrosius von Planta (heute Kunstmuseum), der mit Baumwollhandel aus dem Nildelta, wo Hefuna aufgewachsen ist, sehr reich wurde. Ihre Werke sind von einer umfassenden materiellen und gestalterischen Vielfalt und kommen im grossen Ausstellungssaal des Bündner Museums sehr schön zur Geltung. Grosse, mit Lochkamera gemachte schwarz/weiss Fotografien aus Kairo und dem Puschlav, Videos, Zeichnungen, Installationen – es ist ein Spaziergang durch Zeiten und Welten. Grosser Blickfang sind die filigranen Grid Drawings, geflochtene Konstruktionen aus Palmholz, wie sie in Ägypten für Körbe verwendet werden. Die Installationen und ihr Schattenwurf sind gleichermassen faszinierend. Mit der Technik der traditionellen Fenstergitter schafft sie ihre eigene Kunst. Starke Strich-Zeichnungen, mehrlagige Papierarbeiten die meist ein nicht sofort ersichtliches Wort zeigen, grosse Stoffarbeiten, Objekte aus Wachs und, und… hingehen und schauen! Bis 26. Juni 2026 Zwei weitere Gründe nach Chur zu reisen sind die beiden andern aktuellen Ausstellungen im Museum: Im Labor die raumfüllende Installation von Daniela Keiser (1963). Mit riesigen Fotos von indischen Bodenzeichnungen und einem übermalten Boden lädt sie ein zum Staunen und Verweilen. Bis 5. Juli 2026 Un dann noch Heiner Kielholz (1942) – eine Einladung zur Einkehr: In bedeckten Farben gemalte Stillleben von einfachen Interieurs. Sehr schön. Bis 2. August 2026


























