Sog der Landschaften

Gerhard Richter im Kunsthaus Zürich «Landschaften» ist die Ausstellung betitelt – ein Genre bei dem man eigentlich kaum an Gerhard Richter denkt. Und dann steht man davor und ist verzaubert. Man wird von Wolkenbildern ins Himmelblau hinaufgezogen, ist von den Tiefen von Meereshorizonten und den Weiten flacher Landschaften unter endlosen Himmeln fasziniert. Es sind ganz unterschiedliche Abstraktionsgrade von Landschaft. Neben den fotografisch genauen gibt es auch Stadt- und Alpenbilder in kräftigen grau-weissen Pinselstrichen gemalt und schliesslich die komplette Auflösung des Figürlichen, farbige Abstraktionen in denen wir nach allem suchen können was wir wollen.

In meiner Besprechung des Films «The price of everything» (siehe unten), habe ich Gerhard Richter einen «sympathischen, alten Heuchler» genannt, weil er so tut, als bedaure er die exorbitanten Preise für seine Werke. Das möchte ich gar nicht relativieren – aber ein Genie ist er eben auch… (Bis 25. Juli)