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Und wieder eine Entdeckung!

Betye Saar im Kunstmuseum Luzern Das unglaublich vielseitige Werk der Afro-Amerikanerin Betye Saar, geboren 1926, wird uns endlich in einer grossen Einzelausstellung mit dem schönen Titel SERIOUS MOONLIGHT präsentiert. Druckgrafiken aus den 60er Jahren deuten schon die spätere Breite des Werks an. Eine grosse Installation bringt als Amulette bezeichnete Gegenstände zusammen mit Kabeln und Maschinenteilen – Technik auch als «magisches Element» unseres Lebens. Ein mystischer Anblick, der aber an eine grausame historische Wahrheit erinnert ist das in leuchtendem Blau schwebende Boot «Gliding into Midnight»: Es steht für den Sklavenhandel zwischen Westafrika und Amerika. Unter dem Boot liegt eine Zeichnung, auf der die Dichte der gefangenen Menschen abgebildet ist, aus dem Boot ragen Hände. Diese Hände sind auch da in der Installation «The Trickster», sie stehen vor einem Netz um eine Metallskulptur, zusammen mit vielerlei Gegenständen. Diese sammelt Betye Saar, wie in einem Film zu ihrem Schaffen zu sehen ist, auf Flohmärkten und Tauschbörsen. Von Raum zu Raum werden wir neu in den Bann gezogen, ganz wunderbar auch die von der Decke hängenden Stoffe, bedruckt mit Schattenbildern der Künstlerin. In «House of fortune» verbindet Saar verschiedene spirituelle und religiöse Traditionen zu einer Installation mit Tisch und Stühlen, die an eine Séance erinnern sollen. Auch das Sandfeld «Oasis» mit den farbigen Glaskugeln und dem rosa Kinderstuhl lädt ein zum Sinnieren über Zeiten und Welten. (Bis 18.Juni 2023)


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